In einem Interview anlässlich ihres 50. Geburtstags verriet Nazan Eckes, warum sie vor etwa vier Jahren ihre mehr als zwanzigjährige Zusammenarbeit mit RTL beendete. Die Entscheidung fiel mit dem Auslaufen ihrer Verträge zusammen und wurde durch eine Mischung aus starkem beruflichem Druck und schweren persönlichen Umständen bedingt – insbesondere der Verschlechterung der Alzheimer-Erkrankung ihres Vaters und dem Scheitern ihrer Ehe.

Diese Belastungen machten sich nicht nur emotional bemerkbar, sondern auch körperlich: Eckes gestand, dass sie manchmal „richtige Bauchschmerzen“ hatte, wenn sie vor die Kamera treten musste. Sie spürte einen Riss zwischen ihrem öffentlichen Image als strahlende Moderatorin und ihrer inneren Realität – „zwei völlig unterschiedliche Menschen“, wie sie es nannte – und beschloss, einen Schritt zurückzutreten, um sich selbst und ihren Kindern zuliebe.

Die Familie zog nach Mallorca, wo Nazan Zeit und Raum für Behandlung und Erholung fand: Sie konzentrierte sich auf die Erziehung ihrer beiden Söhne und lernte sogar Spanisch – zuerst mit einer App, dann mit einem Tutor. Trotz der positiven Veränderungen ist ihr eine leichte Sehnsucht nach der Heimat nicht fremd – sie gab zu, dass sie deutsches Brot und die Fahrradkultur vermisst.

Eine Rückkehr ins Fernsehen schließt Eckes nicht aus, stellt aber eine Bedingung: Es müsse ein Projekt mit den richtigen Rahmenbedingungen für sie sein. „Irgendwo stehen und moderieren, nur um des Moderierens willen, das kann ich nicht mehr“, sagt sie.
