Die Menschenrechtsorganisation Survival International fordert Prinz Harry öffentlich auf, seine Rolle im Vorstand von African Parks aufzugeben, nachdem schwerwiegende Vorwürfe gegen Ranger dieser Organisation in der Republik Kongo laut geworden sind. Ihnen werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen – bis hin zu Vergewaltigungen und Folter an indigenen Gemeinschaften der Baaka. Aus Sicht der Aktivisten ist Harrys Mitarbeit in der Führung der Organisation solange inakzeptabel, wie diese Probleme nicht gelöst sind.

Der Skandal verschärfte sich, nachdem die Zeitung The Times berichtete, dass Harry angeblich an einem Wohltätigkeitsabend in Arizona teilgenommen habe, bei dem rund 859 Millionen Euro gesammelt werden sollten. Vertreter des Prinzen verwiesen daraufhin auf das offizielle Eingeständnis von African Parks vom Mai 2025, in dem die Organisation das Vorhandensein von Verstößen in Einzelfällen einräumte und den Betroffenen ihr Bedauern ausdrückte.

Darüber hinaus schwebt über Harry eine weitere rechtliche Auseinandersetzung: Im Zusammenhang mit einer Wohltätigkeitsinitiative, die er 2006 mitgegründet hatte, gibt es eine Klage, in der auch sein enger Freund Mark Dyer erwähnt wird. Beide beschuldigten Parteien weisen die gegen sie erhobenen Vorwürfe kategorisch zurück, doch der öffentliche Druck und die Forderungen nach Ermittlungen nehmen weiter zu.


Harry verbindet seit Langem eine enge Beziehung zu Afrika – seit seiner Kindheit bezeichnet er den Kontinent als seinen „Ort der Kraft“, und zusammen mit Meghan ist er immer wieder für wohltätige und private Besuche dorthin zurückgekehrt. Angesichts der aktuellen Vorwürfe sind seine weitere Rolle bei African Parks und die Möglichkeit, Reformen durchzuführen, heftig umstritten – Aktivisten bestehen auf seinem Rücktritt, während einige Beobachter vorschlagen, er solle bleiben und Veränderungen von innen heraus bewirken.