Staatsanwalt Sturla Henriksbø setzte seine abschließenden Ausführungen im Prozess in Oslo fort und wies auf „rote Fäden“ hin, die sich durch die gesammelten Beweise ziehen. Er bezeichnete Nora Haukland als glaubwürdige Zeugin: Sie sei wiederholt vor Gericht erschienen und habe detaillierte Aussagen gemacht, und auf ihren Handys fänden sich bestätigende Materialien. Während des Vortrags des Staatsanwalts weinte Nora leise im Saal – Henriksbø berichtete auch, dass ihr kommerzielle Angebote gemacht worden seien, die sie abgelehnt habe – und zog daraus den Schluss, dass der Mann sie in der Beziehung systematisch misshandelt haben könnte.
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Der Staatsanwalt ging detailliert auf eine Reihe von Vorfällen ein: ein umstrittenes Telefonat, Zeugenaussagen über Geschrei und Drohungen, Fälle, in denen Nora angeblich gestoßen, am Hals gepackt und ins Gesicht gespuckt worden sei. Henriksbø lenkte die Aufmerksamkeit auch auf andere Anzeichen – beispielsweise, dass der Angeklagte manchmal seine Handys zerstörte, was er als Ausdruck von Kontrolle und einem „Angstregime“ deutet. In der Summe ergäben diese Details nach Ansicht der Anklage ein Bild von Gewalt in einer intimen Beziehung.
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Die Polizei präsentierte zudem den Fall eines weiteren Opfers – der sogenannten Frogner-Frau. Der Polizeianwalt Andreas Kruszewski erklärte, dass die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung in drei Punkten im Zusammenhang mit nicht autorisierten Aufnahmen fordern werde, aber gleichzeitig einen Freispruch für Marius in einem Punkt bezüglich eines Kontaktverbots beantrage: Es handele sich um einen versehentlichen Anruf im September 2024, den die Staatsanwaltschaft für einen „nicht vorsätzlichen Fehler“ halte. Kruszewski führte auch andere Vorfälle an – aggressives Verhalten, das Zerschlagen einer Glasscheibe und zahlreiche Anrufversuche (laut Anklage 172 Anrufe) – und charakterisierte einige Rechtfertigungen des Angeklagten als Verharmlosung der Ernsthaftigkeit der Ereignisse.

Der Prozess gegen Marius Borg Høiby dauert seit dem 3. Februar an; es liegen 38 Anklagepunkte vor, die Verhandlungen sind auf mehrere Wochen angesetzt, und es wird erwartet, dass das Urteil am 19. März gefällt wird. Nora sei laut ihrem Anwalt stark erschöpft und verfolge die Sitzungen zeitweise von einem separaten Raum aus.
