In Döllnitz bei Leipzig aus Gehege entlaufener Tiger – Mensch verletzt, Raubtier erschossen

In einem Industriegebiet bei Leipzig brach ein Tiger aus einem umzäunten Gehege aus – zunächst griff das Tier einen Gehilfen einer Tierdresseurin an, der ins Krankenhaus gebracht wurde und dort unter Beobachtung bleibt. Laut Polizei erlitt der Verletzte leichte Verletzungen, aber ein Krankenhausaufenthalt war nötig. Bei der Suche nach dem Raubtier im Bereich von Gartengrundstücken entschieden sich Polizisten, den Tiger zu erschießen.

Ein Verletzter: Tiger in Leipzig ausgebrochen | News | BILD.de

Die Publikation merkt an, dass der Tiger der unter dem Spitznamen „Tigerkönigin“ bekannten Carmen Zander gehört, die eine Gruppe von Großkatzen in diesem Industriekomplex hält. Die Fluchtursachen sind bisher unbekannt; die Polizei teilte mit, dass keine weiteren Tiere entlaufen seien und für die Anwohner keine Gefahr mehr bestehe, jedoch werde zur Sicherheit nach dem Vorfall eine Kontrolle mit einer Drohne durchgeführt.

Ein Verletzter: Tiger in Leipzig ausgebrochen | News | BILD.de

Der Vorfall hat eine Debatte über die Haltungsbedingungen der Raubtiere ausgelöst: Zander hält etwa zehn Tiger auf einem Gelände, das deutlich unter den gesetzlichen Anforderungen liegt – zum Beispiel benötigen fünf Tiere etwa 500 Quadratmeter, was am derzeitigen Standort nicht gegeben ist. Nach dem Verbot von kommerziellen Auftritten mit Wildtieren im Jahr 2022 befinden sich ehemalige Zirkusartisten und ihre Tiere oft in einer schwierigen Lage, was Kritik von Behörden und der Öffentlichkeit hervorruft.

Tiger in Leipzig aus Gehege entkommen – Polizei erlegt Raubkatze

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