Die Showgröße und Buchautorin Olivia Jones (56) sprach im ZDF-Interview offen über ihre Kindheitserlebnisse. Geboren als Oliver Knöbel im niedersächsischen Springe fühlte sie sich bereits früh anders, liebte es, sich in Frauenkleidung zu verwandeln, und stieß bei Familie und Umfeld auf Unverständnis.

Besonders belastend wirkten sich die Taten und Worte ihrer Mutter aus: Olivia erinnerte sich, dass ihre Mutter sich schämte, mit ihr in der Öffentlichkeit gesehen zu werden, und sogar weiter weg von der Schule parkte, „damit sie niemand sieht“. Familiäre und gesellschaftliche Ablehnung gingen bis hin zu offener Feindseligkeit – sie musste körperliche Angriffe erleiden, und blaue Flecken musste sie manchmal mit Make-up überschminken. Diese Erinnerungen zeigten, wie schwer es war, unter solchen Bedingungen aufzuwachsen, und wie sehr dies ihr Leben beeinflusste.

Heute spricht Olivia von der Versöhnung mit ihrer Mutter und davon, dass sie den Kontext jener Zeit versteht: Der gesellschaftliche Druck war damals enorm. Der neue autobiografische Film „Olivia“, der auf ihrem Buch „Ungeschminkt“ basiert, ist bereits in der ZDF-Mediathek verfügbar und wurde am 13. Mai 2026 ausgestrahlt; sein Ziel ist es, Eltern von queeren Kindern Hoffnung zu geben und zu ihrer Unterstützung aufzurufen.
