„Ich selbst habe mich zu spät gemeldet“: Manuela Schwesig appelliert für die Bedeutung der Krebs-Früherkennung
Manuela Schwesig hat zusammen mit Patricia „Patrice“ Aminati ein Video aufgenommen, in dem sie dazu aufruft, Vorsorgeuntersuchungen nicht zu vernachlässigen. Beim Joggen erklärt sie, dass Sport ihr helfe, sich besser zu fühlen, aber das Wichtigste seien regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: „Ich selbst habe mich zu spät gemeldet, und ich hatte eine schwere Diagnostik.“ Die beiden Frauen nutzen ihre eigenen Geschichten, um auf das Problem und die anstehenden politischen Entscheidungen aufmerksam zu machen.

Schwesigs persönliche Geschichte erinnert an die Bedeutung der Früherkennung: Im September 2019 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, der Tumor wurde entfernt, anschließend durchlief sie eine Chemotherapie. Danach kehrte sie schrittweise zu ihren Pflichten als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zurück und lässt sich weiterhin regelmäßig kontrollieren.

Bei Patricia Aminati ist die Situation anders: Bei ihr wurde schwarzer Hautkrebs (Melanom) in einer nicht heilbaren Form diagnostiziert, die Behandlung zielt auf eine Verlängerung der Lebenszeit ab. Aminati hat bereits mehrfach über Rückfälle berichtet und informiert ihr Publikum aktiv über die Risiken und die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen.

Der Schwerpunkt des gemeinsamen Appells liegt auch auf dem politischen Kontext: Derzeit wird in Berlin über eine mögliche Kürzung der kostenlosen Hautkrebsscreenings oder deren Beschränkung auf Risikogruppen diskutiert. Schwesig kritisierte solche Pläne und besteht darauf, dass man anstelle von Kürzungen den Menschen erklären müsse, welche verlässlichen Präventions- und Untersuchungsmaßnahmen ihnen angeboten würden.