Die Staatsanwaltschaft in Norwegen fordert für den 29-jährigen Marius Borg Høiby eine Strafe von sieben Jahren und sieben Monaten in einem Verfahren, in dem ihm Dutzende Straftaten vorgeworfen werden. Laut der Anklage sollte er in 39 von 40 Punkten für schuldig befunden werden; zu den schwerwiegendsten Vorfällen zählen vier mutmaßliche Vergewaltigungen im Schlaf im Zeitraum von 2018 bis 2024. Marius selbst bestreitet seine Schuld. Experten erwarten, dass er bis zum Sommer 2026 in Untersuchungshaft verbleiben könnte, die Urteilsverkündung könnte sich noch mehrere Wochen oder Monate hinziehen.

Die Strafverteidigerin und Expertin merkt in einem Interview an, dass Menschen, die wegen Sexualstraftaten angeklagt sind, im Gefängnis oft keinerlei Erleichterungen erhalten – im Gegenteil, sie befänden sich am unteren Ende der internen Hierarchie der Insassen und riskierten, Ziel von Beleidigungen und körperlicher Gewalt zu werden. Ihrer Meinung nach wird selbst der Status als Sohn der Kronprinzessin Høiby keine besonderen Vorteile bringen, und seine Gefängnissituation könnte sich als „äußerst hart“ erweisen.
,regionOfInterest=(320,180)&hash=6e1752a18b37ec0c4d25b1c3dd42adc16d65b0bbe4451af297213da3334ef894)
In dem Material wird auch erwähnt, dass die Verteidigung versuchen könnte, den Drogenkonsum als mildernden Umstand geltend zu machen, dies jedoch kein Ausbleiben einer langen Strafe garantiere. Die Umstände und Beweise des Falles werden weiterhin vor Gericht analysiert, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.